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Die Linke, das Volk und das Jenseits - An Ingrid Rimland
Liebe Ingrid Rimland,
vielen Dank für Ihren Bericht .
Sie haben zwei Probleme angeschnitten, zu denen ich mich längst äußern wollen und ergreife daher die Gelegenheit.
Das erste ist die Frage der Position gegenüber der Kritik der quasi amtlichen Geschichte des Zweiten Weltkrieges und hier insbesondere der Judenverfolgung (umgangssprachlich denkbar ungeschickt, weil ehrenrührig gegenüber den Opfern, als Holocaust bezeichnet). Dazu gehören die Arbeiten von Paul Rassinier, Fred Leuchter, Germar Rudolf, Carlo Mattogno usw. Für Peter Töpfer wie auch für mich stand es stets außer Frage, uns zu den einzelnen umstrittenen Thesen nicht zu äußern, denn wir sind keine Historiker. Germar Rudolfs Beweisführung zu würdigen, bin ich nicht in der Lage, dafür mangelt es an Kenntnissen der Chemie. Wir sind prinzipiell gegenüber einer jeden Arbeit zur Geschichte offen und haben stets auch Gegner der sogenannten revisionistischen Geschichtsschreibung eingeladen, in Sleipnir zu publizieren. Diese nahmen leider nur ausnahmensweise - Ralph Giordano und der Berliner Professor Wolfgang Wippermann sind hier rühmliche Ausnahmen - das Angebot an. Deborah Lipstadt beispielsweise hat sich verweigert. Weshalb?
Es sind mancherlei Gründe denkbar. Neben dem naheliegenden Verdacht, die Gesprächsverweigerer hätten etwas zu verbergen, seien sich ihrer Sache nicht sicher, ist z.B auch schlichte Arroganz der Macht vorstellbar. Eines allerdings erscheint mir gewiß: Die Verweigerung der offiziösen Geschichtsschreibung, mit den Dissidenten zu diskutieren, ist der Sache der Verweigerer äußerst abträglich, erschüttert ihre Glaubwürdigkeit über jedes Maß. Treten dann noch Verfolgungen der Andersdenkenden (bzw. Andersgläubigen, um vorsichtig zu formulieren) hinzu, wird es fatal.
Aus der Literaturszene kommend, bin ich über die Recherchen zu einem Rundfunkbeitrag über den 20. Juli und das Attentat auf Hitler auf die Probleme der Geschichtsschreibung gestoßen. Mir ist bei dieser Gelegenheit die ungeheure Kluft zwischen dem Wissen der Historiker - und zwar durchaus der staatlich anerkannten, der Lehrstuhlinhaber usw. - und der Darstellung der Geschichte in den Medien aufgefallen. Weitere Lektüre nährte den Verdacht, es könnte sich bei dieser Schieflage, diesen zur Groteske klischierten Darstellungen des sogenannten 3. Reiches nicht um zufälliges und individuelles Unvermögen, sondern um politisch gewollte Verzerrungen handeln. Woran sich die nächste Frage anschließt: Falls politisch gewollt, von wem?
Auch diese Frage ist nicht ganz so leicht zu beantworten, wie es den Anschein hat. Robert Faurisson hat seinen berühmten Satz der sechzig Worte zu diesem Thema formuliert. Er bezieht sich auf den Nutzen, den Israel aus diesen bis zur Unwahrheit getriebenen Einseitigkeiten ziehe (um hier das spezielle Thema spezieller Einrichtungen auszuklammern). Ein solcher Nutzen aber besteht, soweit ich sehen kann, allenfalls kurzfristig; er muß sich in eine gigantische Hypothek verwandeln.
Wenn heute in den entferntesten Weltgegenden sogenannte Holocaustmuseen errichtet werden, die leider nicht die reale Geschichte und Gefahr, sondern Klitterungen ausstellen, entsteht eine Bedrohung für die gesamte Menschheit. Denn wir sind auf ein korrektes Abbild der Geschichte unserer Handlungen angewiesen, um uns zu orientieren. Auf dieser Erde gibt es längst keine Naturvölker mehr, sondern nur verschiedenenartige Hochkulturen, denen eines gemeinsam ist: die Setzung der Sitten über den Verstand, die Künstlichkeit der Regelungen, der Kultur. Reales Wissen durch enstellende Mystifikationen auszutauschen (in Auschwitz sei Gott hingerichtet worden und dergleichen) vernichtet grundlegende Kulturtechniken und muß in einer schweren Bedrohung, wenn nicht Zerstörung der betroffenen Gesellschaften enden. Vielleicht sollten die Massaker in Ruanda und anderswo auch einmal unter diesem Aspekt untersucht werden.
Womit wir beim Verhältnis von Wahrheit und Volk wären. Wie Sie bemerkt haben, ist mir ein Wahrheitsbegriff wichtig, der für alle Völker gleichmaßen gilt, bzw. der diesen Anspruch erhebt. Das ist, ich räume es ein, auch eine Glaubenssache. Ich glaube an die Existenz einer solchen objektivierbaren Wahrheit, im Sinne einer Annäherung ans Unendliche, also ohne die Illusion zu heben, die absolute und vollkommene Wahrheit jemals erreichen und formulieren zu können. Daneben ist durchaus Raum für individuelle, familäre, stammesmäßige und auch völkische Wahrheiten. Nur, diese war bislang nicht oder kaum Gegenstand der Diskussion in Sleipnir .
Ich bin mir bewußt, daß Sie den Bericht meiner/unserer Konversion als ehemalige Linke hin zu Volkstum und Verwurzelung ehrenvoll gemeint haben. Es trifft allerdings nicht die Situation; Sie und das Publikum nicht zu enttäuschen, daher das Vor- und Nachstehende.
Es besteht in meinen Augen zwischen Linkssein und Vaterlandsliebe keinerlei Gegensatz. Beide Begriffe bezeichnen schlicht verschiedene Aspekte des Seins, deren Beziehung zueinander vollkommen frei ist. Als Beipiel nenne ich Ihnen die Friedensbewegung vor dem ersten Weltkrieg. Diese hätte, wäre ihr Erfolg beschieden gewesen, dem nationalen Anliegen der Völker zweifellos mehr entsprochen, als die von Bremer und Hamburger Handelshäusern (und raten Sie, wie diese noch näher zu beschreiben wären) forcierte imperiale Politik, die zur Feindschaft mit England und den USA führte. Auch der 68er Rudi Dutschke hat Fragen der Nation eine erhebliche positive Bedeutung beigemessen.
Was wir heute in Deutschland und Europa als Linke erleben, ist größtenteils deren Zerfallsprodukt, ist der Misthaufen einer Linken. Mit denen haben wir in der Tat nichts zu tun. Es sind die Verräter ihres Volkes und der Schwachen aller in Deutschland lebenden Völker, die Überläufer, die Agenten internationler Finanzkonzentrationen, die unsere jungen Männer in den Krieg schicken. Mit Linkssein hat das nicht zu tun.
Wenn ich mich seit längerem nicht mehr Linken bezeichne, so nicht weil ich ein Rechter geworden wäre, sondern weil das Links-Rechts-Schema für die Fragestellungen, die mich interessieren, nichts hergibt. Es existieren Entsprechungen (Gleichheiten) und Unterschiede, und dies in jeder Konstellation und in großer, kaum zu überblickender Zahl. Für mich ist hier kein Raum für Vorab-Konfessionen.
So viel für heute.
Mit Gruß und Dank